Migration von SBS 2003 auf SBS 2011

Migration von einem SBS2003 Premium auf einen SBS2011 STANDARD auf neuer Hardware.

Frage: Ist es möglich von SBS2003 Premium auf SBS2011 Standard problemlos zu migrieren?

Antwort:

Das sollte ohne Probleme funktionieren. Migration AD und verschieben der Postfächer. Replizierung der öffentlichen Ordner auf den neuen Server. Deinstallation des alten SBS 2003 aus der Domäne.

Frage:

Ist es möglich einen Server von SBS2003 Standard auf SBS2011 Standard auf dem SELBEN Server zu migrieren?

Antwort:

Ein Migration auf derselben Maschine funktioniert nur dann, wenn beide Instanzen virtualisiert werden. Da SBS 2003 eine 32bit Umgebung und der SBS 2011 eine 64bit Umgebung ist, funktioniert kein In-Place Upgrade.

Mein Vorschlag wäre, den alten SBS 2003 zu virtualisieren, den vorhandenen Server neu zu installieren mit z.B. Hyper-V Server 2008 R2, dann den alten SBS auf dieser Maschine als virtuelle Instanz auszuführen und den neuen S BS 2011 in die vorhandene Domäne zu migrieren. Die vorhandene Hardware muss natürlich in der Lage sein, den Hyper-V Server auszuführen und sollte zumindest über 8GB RAM Minimum verfügen. Dann könnte man auf dem alten Server migrieren.

Szenario:

Meine Frage nun, welche Tools und Backupszenarien gibt es um die Migration einfacher zu gestalten.

Vor allem gibt es stand heute vom Hersteller CA mit dem Produkt CA Brighstore keine Möglichkeit eine Exchangesicherung auf Dokumenteneben auf einem SBS2011 wieder herzustellen, da die Exchangestruktur sich geändert hat.

Besteht die Möglichkeit die Exchangedatenbank über SBS2003 zu sichern und auf einem SBS2011 wieder herzustellen, oder müssen wir alle Postfächer z.B. als pst File exportieren und nach der Installation vom SBS2011 wieder importieren?

Mit welchem Tool können wir die AD Informationen vom SBS2003 sichern und auf einem SBS2001 widerherstellen. Dasselbe gilt auch für die Profile.

Antwort:

Der alte SBS 2003 sichert mit ntbackup, das wiederrum vom neuen SBS 2011 nur mit Zusatztools bzw. Patches wieder eingelesen werden kann. Man fängt aber mit der Datensicherung eh nichts an, da sich der SBS 2011 komplett geändert hat. Einzig Möglichkeit ist meines Erachtens nach der Export der Postfächer über exmerge in pst-Dateien und mit pubmerge der Export der öffentlichen Ordner in eine pst-Datei. Dabei gehen aber sämtliche Berechtigungen verloren.

Ich kenne kein Tool, mit dem sich das AD sichern und in den SBS 2011 importieren lässt. Man müsste vorher auch noch das alte AD erweitern. Aber das muss eh gemacht werden.

Wenn der obige Vorschlag nicht akzeptabel ist, dann nimmt man einen Windows 7 Rechner x64 mit genügend RAM und installiert dort als Zwischenlösung einen Windows Server 2008 R2, integriert diesen als zusätzlichen Domänencontroller in das bestehende SBS 2003 Netzwerk, damit das AD repliziert wird. Dann würde ich die Benutzerprofile auf diese Übergangsmaschine verschieben. Exchange geht dann aber nur über pst-Dateien und Sharepoint ist eh eklig.

Die einfachste Variante habe ich oben beschrieben.

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Lizenzierung von Microsoft Windows Server 2008 R2 in virtuellen Umgebungen

Generell gilt:

Eine Windows Server Lizenz wird einem Gerät (physisches Hardwaresystem) zugewiesen.

Der Kunde ist berechtigt, so viele Windows Server Betriebssystemumgebungen auf dem lizenzierten Gerät auszuführen, wie er dem Gerät zugewiesen hat.

Pro zugewiesener Lizenz

Lizenz Anzahl ausgeführter Instanzen Lizenzierung
Windows Server Standard 1 Serverlizenz / Cals
Windows Server Enterprise 4 Serverlizenz / Cals
Windows Server Datacenter beliebig Prozessorlizenz (min. 2) / CALs

Die Art der eingesetzten Virtualisierungslösung beeinflusst die Lizenzierung der Microsoft Produkte nicht.

Szenario 1: keine Livemigration möglich

Fällt nun hier VMH1 aus kann ich VMG1 und VMG2 auf VMH2 manuell starten. Auf VMH2 laufen somit vier virtuelle Instanzen. Müsste ich dann die beiden W2K8-Lizenzen von VMH1 dem VMH2 zuweisen? Und nach neunzig Tage dürfte ich diese Lizenzen dann wieder an den ursprünglichen Server zuweisen? Und somit benötige ich hier keine zusätzlichen Lizenzen für VMH2?

Antwort:

Wenn die Lizenzen, die dem VMH1 zugewiesen wurden, diesem bereits 90 Tage zugewiesen sind, dann dürfen die Volumenlizenzen auf VMH2 übertragen werden und die VMG1 und VMG2 auf VMH2 gestartet werden. Nach wiederum 90 Tagen dürfen die Lizenzen erneut übertragen werden.

Szenario 2: Livemigration kommt zu Einsatz

Für den Fall, dass VMH1 ausfällt und VMG1 und VMG2 automatisch auf VMH2 weiterlaufen benötige ich schon vorn herein für VMG1 und VMG2 entsprechende Lizenzen für den VMH2 und umgekehrt (das heißt jeweils 4)?

Antwort:

Werden die Windows Server Instanzen automatisch neu platziert, dann muss jedem Host die maximale Anzahl an darauf ausgeführter Windows Server Instanzen zugewiesen werden. In diesem Beispiel pro Host entweder 4 Lizenzen Windows Server Standard oder eine Lizenz Windows Server Enterprise

Szenario 2b: Anzahl der Hosts und Guests steigt

Nehmen wir nun an, die Anzahl der Hosts betrüge 10 und die der Guests insgesamt auf allen Hosts zusammen 100. Dann würde man auf jedem Host 100 Lizenzen benötigen, also 10×100=1000 Lizenzen obwohl nur 100 Guests laufen?

Antwort:

Es werden immer die Hosts lizenziert. So viele Instanzen, wie auf dem Host ausgeführt werden, so viele Windows Server Lizenzen müssen diesem Host zugewiesen werden. Da in einer HA-Umgebung nicht definiert werden kann, wann welche Instanz VMGx auf welchem Host VMHx läuft, müssen jedem Host die maximale Anzahl an Instanzen in der Serverfarm zugewiesen werden.

In diesem Beispiel wäre die Lizenzierung nach Prozessoren in der Maschine vermutlich sinnvoller und kostengünstiger, also der Einsatz von Windows Server Datacenter. Jedem Host VMHx werden also so viele Prozessorlizenzen Windows Server Datacenter zugewiesen, wie Prozessoren in der physischen Maschine verbaut sind.

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